Das Leben macht Sinn

Zitat von Rumi auf Deutsch

Das Leben macht Sinn

Nach 7 Jahrzehnten Lebenserfahrung weiß ich, dass es genauso ist. Jeder kommt auf seinem Lebensweg an Weggabelungen und Kreuzungen, an denen es Entscheidungen zu treffen gilt, die mit Fragen einhergehen, wie es weiter gehen soll, welcher Weg der passende ist. Das trifft alle Lebensbereiche und alle Lebensphasen.

Zunächst einmal treffen die Eltern als Erziehungsberechtigte Entscheidungen, auf die ich selbst wenig Einfluss habe wie etwa die Wahl der Schule und Schulform. Doch bereits in der Pubertät verspüren viele Heranwachsende eine Rebellion in sich gegen von Eltern oder Erziehern und Lehrern geprägte Vorstellungen über den weiteren Lebensweg. Es geht weiter über Berufswahl, über die Menschen, die ich in mein Leben lasse wie Freunde oder Partner, über die Wahl meines Wohnorts, welche Hobbys ich pflege, welchen Neigungen ich nachgehe, wie ich meinen Alltag gestalte und welchen Lebensstil ich führe.

Und immer wieder tauchen dabei Gefühle der Liebe, des Glücks, der Zufriedenheit, Gelassenheit, Freude, Begeisterung oder auch der Unruhe, des Unwohlseins, der Unzufriedenheit, der Zerrissenheit, der Resignation, der Trauer, der Zweifel und besonders der Angst auf. Die Liste kann ganz schön lang sein und sowohl positiv wie negativ bewertet sein. Diese Gefühle beeinflussen Entscheidungen und führen zu Veränderungen mitunter sogar der gesamten Lebenssituation.

Und dann gibt es noch die unvorhergesehenen Ereignisse, auf die ich scheinbar keinen Einfluss habe, vielleicht ein Unfall, eine Krankheit, eine Kündigung, eine Trennung, die ich nicht wünsche, aber nicht verhindern kann, der Tod eines vertrauten Menschen.

All das sind Situationen und Herausforderungen, die jeder aus seinem Leben kennt und die wir gerne vermieden hätten. Da tauchen dann die berühmt-berüchtigten Warum-Fragen auf.

Warum muss mir das passieren?

Warum gerate ich immer an solche Männer bzw. Frauen?

Warum verlässt mich schon wieder ein geliebter Mensch?

Warum verliere ich meine Arbeit?

Warum werde ich so häufig krank?

Warum habe ich einen Unfall?

Warum kann ich mich nicht entscheiden?

Auch diese Liste kann recht lang über die Lebensjahre werden.

Dadurch verstärken sich negative Emotionen wie Traurigkeit, die bis zur Depression reicht oder Gefühle des Nichtgeliebtwerdens, des Verlassenseins, der Einsamkeit, der Mutlosigkeit und Verzweiflung. Der Leidensdruck wächst und führt dann hoffentlich zu der Sinnfrage nach dem Leben selbst. Ich schreibe bewusst ‚hoffentlich‘, denn im Idealfall beginnt das Suchen nach sich selbst, nach der Wirklichkeit und den alles entscheidenden Fragen ‚Wer bin ich? Und was mache ich hier?‘

Die Beschäftigung mit diesen Fragen hat mir Antworten gebracht, die mich zu tiefem inneren Wissen geführt haben, zu meinem Bewusstseinsprozess, der weiter und weiter geht und der Erkenntnis: Du bist weit mehr als ein Mensch, du bist eine alte Seele, die jetzt in einem menschlichen Körper lebt und Erfahrungen auf diesem Planeten sammelt, die immer war und immer sein wird.

Dieses innere Wissen ist wesentlich, weil es das Ur-Wissen über die Schöpfung an sich ist.

Der Plan des Lebens

Nichts im Leben ist Zufall. Es steht immer ein Plan dahinter. Man kann ihn auch den göttlichen Plan nennen. Wer bei dem Begriff ‚göttlich‘ oder ‚Gott‘ ein zögerliches Gefühl oder Ablehnung verspürt, kann auch universeller Plan oder universelle Quelle sagen. Es ist müßig, das alles in Frage zu stellen, denn unser kleiner Verstand kann die Schöpfung nicht in der Gesamtheit erfassen, genauso wenig, wie wir uns die Größe unseres Universums oder der Universen vorstellen können. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar. Da brauchen wir ein allumfassenderes Verständnis, nämlich die Herzensebene. Schon der kleine Prinz sagte ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut‘. Mit anderen Worten: Das Wissen, das wir im Herzen tragen, manche nennen es Emotionale Intelligenz oder Intuition oder inneres Wissen, hat die größere Bedeutung für unser Leben.

Es gilt zunächst einmal anzuerkennen, dass wir alle eine Seele besitzen, die unsterblich ist. Wenn der sogenannte Tod eintritt, verlässt die Seele den Körper, der unbeseelt zurückbleibt, quasi wie ein Kleidungsstück, das abgelegt wurde. Die Seele geht auf eine andere Ebene, die ich hier lichte Welt nennen möchte. Menschen mit Nahtoderfahrung sprechen immer von dem Licht, in das sie gegangen sind oder das sie gesehen haben. Insofern ist dieser Begriff stimmig.

Aus der Einheit des Ganzen heraus kennt jede Seele ihren göttlichen Plan, der die Rückkehr zu unserm Schöpfer durch die Vervollkommnung und das Wachsen der Seele durch das Dienen an Allem was Ist vorsieht. Unsere Seelen sind Bestandteil der Ewigkeit, ohne Anfang und Ende, ein Teil des unendlichen Zyklus, der mit menschlichen Vorstellungen nicht erfasst werden kann. Auf der Seelenebene aber ist dieses Wissen sehr, sehr lebendig und die Verbindung mit aller Schöpfung permanent gegeben. Auch ist die Seele keinerlei Beschränkungen wie in der diesseitigen Welt unterworfen. Sie ist in ihrer Bewegungsfreiheit und ihren Möglichkeiten völlig unbeschränkt und erfährt keine Begrenzungen. Als Teil des Schöpfers darf sie die gesamte Schöpfung erleben, erproben und immer wieder auch Mitschöpfer sein. Durch die Anbindung an Alles was Ist macht sie keine Fehler, denn göttliche Schöpfung ist fehlerfrei. Sie darf sich erfahren in der Gesamtheit des Seins.

Jede Seele ist einzigartig in ihrer Existenz, keine gleicht einer anderen und eine ist so wertvoll wie die andere vor Gott und jeder Existenzform. Ihre gemachten Erfahrungen in der Unendlichkeit machen sie einmalig und unvergleichlich. Jegliche Bewertung unterbleibt, denn die Gnade der unbegrenzten Freiheit und freien Wahl der Erfahrungsmöglichkeiten führt zwingend zur Akzeptanz einer jeden anderen Seele. Ein Erfahrungsaustausch ist wichtiger Bestandteil des Seins. Im jenseitigen Sein sind geistige Wesen wie z.B. Engel und andere hohe Lichtwesen oder Meister wie etwa Jesus mögliche weise Austauschpartner, die jeder Seele beratend zur Seite stehen, wenn es darum geht, den nächsten Entwicklungsschritt zu tun oder einen neuen Erfahrungsbereich zu betreten. Diesen gesamten Prozess kann ich nur mit den irdischen Worten als äußerst spannend, aufregend und erfüllend beschreiben, der mit nichts in der diesseitigen Welt verglichen werden kann.

Wenn die Seele die Gesamtheit der Schöpfung erfahren darf, kann sie auch Welten jenseits der Erde wählen, wo der Entwicklungsstand ein ganz anderer sein kann und demzufolge auch ganz andere Erfahrungen möglich sind und die sich von solchen auf der Erde deutlich unterscheiden.

Der Planet Erde als Erfahrungsmög­lichkeit

Das möchte ich näher erläutern. Vielleicht weißt du, dass dieser Planet Erde eine bewegte Geschichte über Jahrmillionen Jahre durchlaufen hat. Sie ist anders verlaufen, als unsere Geschichtsbücher uns lehren. Die Erde liegt im äußeren Bereich unseres Sonnensystems und sie ist im gesamten Universum wegen ihrer ursprünglichen Schönheit als ‚Juwel‘ bekannt. Ihr Schöpfer sind die Elohim, die ein wahres Meisterwerk vollbrachten. Diese Erde ist beseelt von einem Wesen, das wir Lady Gaia oder auch Mutter Erde nennen. Genau wie jedes menschliche Wesen eine Seele besitzt, die über den Körper Empfindungen wahrnimmt, so nimmt auch die Seele des Planeten Erde wahr, was mit ihr geschieht und was sich vollzieht. Und auch ihre Seele ist ein Teil der gesamten Schöpfung, die ihre eigenen Erfahrungen macht.

Dieser beseelte Planet gab die Erlaubnis zu seiner Besiedelung. Die ersten, die dieses taten, waren lichtvolle Wesen, deren Seelen die Anbindung an die göttliche Schöpfung besaßen und die in vollkommenen Einklang mit den göttlichen Gesetzen lebten. Sie schätzten Mutter Erde als das, was sie war: der Lebensraum, der es ihnen ermöglichte, sich auf ihr und mit ihr im göttlichen Sinne weiter zu entwickeln. Sie verbanden sich mit ihrer Seele, respektierten sie und nutzten die Fülle, die Schönheit und die Möglichkeiten, die sie ihnen bot. Es war ein paradiesischer Zustand, beglückend für die Seelen der Neuankömmlinge als auch für Mutter Erde selbst. So ging es Tausende vielleicht sogar Hunderttausende von Jahren in vollkommener Harmonie und Frieden.

Nun ist es an der Zeit, darüber zu berichten, dass es im Universum nicht nur Lichtwesen und mit Gott verbundene Seelen gibt, die in liebevoller Absicht die Planeten bewohnen. Es war der göttliche Plan, allen Seelen die Möglichkeiten zu gewähren, sich als göttliche Funken in allen Universen zu erfahren. Sie bekamen den freien Willen von ihrem Schöpfer aus Liebe geschenkt, für sich alle Entscheidungen ohne Reglementierungen durch ihn zu treffen. Sie hatten die Möglichkeit, die göttliche Anbindung aufrecht zu erhalten und erhielten auch göttliche Führung z.B. durch Schutzengel, die sie in ihrem Dasein begleiteten. Außerdem besaß jede Seele die Erinnerung an das Miteinander in der Einheit mit Gott oder der Quelle allen Seins, bevor sie die Erlaubnis zur Selbsterfahrung erhielt.

Im Laufe der Unendlichkeit entfernten sich manche Seelen mehr und mehr von Gott. Sie wählten sich Erfahrungen, in denen sie ihre Macht, die sie durch den freien Willen besaßen, so einsetzten, dass sie den Respekt vor anderen Gottesfunken verloren und sich über andere Seelen stellten und ihnen ihren eigenen Willen aufdrängten. Ihr Dasein war nicht mehr durch die Liebe geprägt, sondern durch die Lust an der Macht und sie betrachteten die anderen Seelen nicht mehr als gleichwertig. So entstand ein hierarchisches System, in dem Wenige sich zum Herrscher über Viele machten und diese zu ihrem Zwecke manipulierten und sie ausbeuteten. Dieses geschah zunächst sehr subtil, da jede Seele an sich durch die Verbindung zur göttlichen Weisheit dieses Spiel hätte durchschauen können. Also wurde diese geschwächt dadurch, dass sich der potentiell Überlegene als neue Figur der allumfassenden Kenntnis anbot, auf den sich die Aufmerksamkeit und Ehrerbietung der Massen richten konnten. Dadurch setzte ein energetischer Prozess ein, bei dem durch die Führenden mehr Zugewinn an Energien zu verzeichnen war und gleichzeitig auf der anderen Seite der Energieverlust größer und größer wurde. Dadurch nahm die Manipulation zu und der Machtausbau erweiterte sich unaufhörlich.

Die göttliche Liebe als die größte Macht im Universum, durch deren Vorhandensein der einmalige Schöpfungs- und Entwicklungsprozess erst möglich ist, kam durch einen Gegenpol mehr und mehr aus der Anwendung. Dieser Gegenpol war die Angst, die von der Herrscherklasse geschürt und aufgebaut werden konnte, da der Energieverlust die Masse empfänglich für dieses bis dahin unbekannte Energielevel machte. Das führte zu dem, was als Sündenfall bekannt ist. Der paradiesische Zustand auf Erden verschwand, das Energieniveau sank und sank und es entstand die 3. Dimension mit Gewalt, Machtspielen und Krieg, mit Unterwerfung und Ausbeutung der Menschen und Mutter Erde. Diesen Zustand finden wir genauso noch heute.

Mutter Erde litt und leidet noch immer an dieser Ausbeutung und sie erhielt vom Schöpfer oder der Quelle die Erlaubnis, in eine höhere Dimension aufzusteigen, d.h. sie darf die 3. Dimension verlassen und in die 5. Ebene aufsteigen. Dieser Zeitpunkt ist JETZT. Lady Gaia erhöht ihre Schwingung mit Hilfe von Lichtenergien aus dem Kosmos. Dies betrifft auch die gesamte Menschheit und alles Leben auf dem blauen Planeten.

Reinkarnation

Die beseelten Wesen, die diesen Planeten zunächst bewohnten waren reine Lichtwesen, die in der Anbindung an Gott lebten, seine Gesetze achteten und ihm voller Hingabe in Liebe dienten. Nach unserer Zeitrechnung lebten sie viele Hunderte von Lebensjahren im friedlichen Miteinander bis sie sich entschieden, den Planeten freiwillig zu verlassen und neue Erfahrungen in anderen Welten zu machen. Das änderte sich als die Menschen begannen, ihre Spiele der Macht und Überlegenheit über andere auszuprobieren und somit nicht mehr nach göttlichen Regeln lebten. Sie fielen aus der Harmonie, negative Erfahrungen führten zu negativen Gefühlen wie Hass und Missgunst, die auch Auswirkungen auf den physischen Körper in Form von Krankheit, Leiden und Alterung hatten und schließlich zum Tod führten. Die Menschen hatten ihren heilen Lichtkörper verloren und ihr Körper war entsprechend der niedrigen Energieschwingung heruntergedimmt und somit dem Verfall unterworfen. Ihre Handlungen gegen göttliche Gesetze führten zu Konsequenzen: der Tod und das sogenannte Karma. Das freiwillige Wechseln der Lebensform war nicht mehr möglich, der Tod als unfreiwilliges Ableben ersetzte dieses.

Das Überschreiten und Nichtbeachten göttlicher Vorgaben schuf und schafft Karma, d.h. alle Handlungen, die gegen die göttlichen Gesetze gerichtet sind, müssen ausgeglichen und man könnte auch sagen, wiedergutgemacht werden. Das möchte ich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen. Wenn jemand eine andere Person beraubt oder betrügt, wird auch er/sie beraubt oder betrogen werden. Durch diese Erfahrung werde ich dann erkennen können, was es bedeutet, genau jene negative Handlung am eigenen Leib selbst zu erfahren und habe im besten Fall dann daraus gelernt, diesen Verstoß nicht wieder zu begehen. Das entspricht dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Was ich verursache, hat eine Auswirkung für mich, man könnte es auch Gerechtigkeit nennen.

Wenn wir bedenken, wie oft wir im Lauf eines Lebens im Kleinen wie im Großen die göttlichen Gesetze übertreten, kommt, um es mal salopp zu sagen, einiges zusammen, was Karma auslöst. Da reicht schon mal ein Leben für die Wiedergutmachung nicht aus, zumal es auch an Erkenntnis mangeln könnte.

Um Erkenntnisse zu sammeln und Wiedergutmachung zu leisten, haben wir in einem weiteren Leben die Möglichkeit dazu. Wir werden erneut geboren und erhalten neue Lebensumstände geschenkt. So haben wir die Gelegenheit, einen energetischen Ausgleich zu schaffen und neue Erfahrungen zu machen, die durchaus auch negativer Natur sein können.

Diese Wiedergeburt ist auch unter dem Namen Reinkarnation bekannt und ist Glaubensbestandteil asiatischer Religionen wie Hinduismus und Buddhismus.

Unsere Heimat: die lichte Welt

Da wir göttliche Wesen unserer Abstammung nach sind und unser Planet Erde lediglich ein Schulungsplanet ist, auf dem wir unsere menschlichen Erfahrungen machen können, ist unsere eigentliche Heimat die lichte Welt. In diese kehren wir zurück, wenn für uns hier der letzte Vorhang fällt. Doch was erwartet uns hinter dem Vorhang?

Menschen, die Nahtoderfahrungen gemacht haben, berichten von einem strahlenden Licht, in das sie hineingegangen sind. Sie schildern auch, dass ihnen vertraute Menschen in großer Liebe begegnet sind. Und Liebe ist das alles bestimmende Gefühl dort. Auch Lichtwesen wie Engel nehmen die Hinübergegangenen in Empfang und betreuen sie äußerst liebevoll. Hinzu kommt das Gefühl von totalem Frieden und von großer Harmonie, wie es die Betroffenen in ihrem Leben auf Erden nicht kannten. Und alle wollten diesen Zustand und diesen Ort nicht wieder verlassen, wenn ihnen erklärt wurde, dass sie in ihren physischen Körper zurück müssen, weil es noch Dinge für sie zu erledigen gilt. Sie sagen weiter, dass diese Nahtoderfahrung ihr Leben nachhaltig zum Positiven verändert hat und dass sie den Tod in keiner Weise mehr fürchten.

Manche sprechen auch davon, dass ihr gesamtes Leben an ihnen wie ein Film vorbeigezogen ist in seiner Ganzheit mit allen Gefühlen und kompletten Verständnis der Situationen. Also eine ganzheitliche Erfahrung mit bewusstem Erkennen. Auch dieses führte bei den Rückkehrern zu einer anderen Lebensweise und sie sind voll Dankbarkeit für die neuen Gelegenheiten in ihrem Leben.

Jeder von uns weiß im Unterbewusstsein, was uns in der lichten Welt erwartet und woher wir eigentlich kommen. Warum erinnern wir uns nicht, wenn es ein so unbeschreiblich schöner Ort der Harmonie, des Friedens und der unendlichen Liebe ist? Genau diese unfassbare Schönheit ist der Grund. Alle Rückkehrer wollten nur äußerst widerwillig in den Körper zurück und haben immer noch eine große Sehnsucht nach diesem Ort der Vollkommenheit. Nur die Kenntnis über noch verbleibende Aufgaben in ihrem Leben lässt sie bleiben. Damit wir unbelastet von dieser unendlichen Sehnsucht nach unserer wahren göttlichen Heimat unseren Lebensplan erfüllen können, tragen wir alle das sogenannte ‚Band des Vergessens‘. Es wurde uns als ein Akt der Gnade geschenkt, damit wir das Leben mit den Lernaufgaben meistern können. Kleinkinder besitzen noch das Wissen, aber bis zum 6. Lebensjahr vergessen wir unsere Herkunft.

Die Quelle lässt uns jedoch nicht blind unseren Lebensweg gehen. Jeder von uns hat göttliche Begleiter zur Seite gestellt bekommen: die Schutzengel. Sie tun diesen Dienst für den jeweiligen Lebensstrom in großer Liebe und durch die Kenntnis des Lebensplans, den der Mensch sich für diese Inkarnation vorgenommen hat. Sie beschützen und führen uns ein Leben lang, weshalb es ratsam ist, den Kontakt mit dem Schutzengel zu suchen. Man kann mit ihm sprechen wie mit einem guten Freund und je häufiger man es tut, umso inniger die Verbindung. Gerade Kinder sind noch für die Kontaktaufnahme offen, doch welcher Erwachsene versucht es noch? So mancher will gar nichts davon wissen. Dennoch ist er z.B. in der Redensart ‚Da hattest du aber einen guten Schutzengel‘ präsent, wenn gerade noch etwas gut gegangen ist. Selbst in der Werbung für Versicherungen gibt es Schutzengel. Schutzengel können uns das Leben leichter machen, doch auch hier gilt der Freie Wille. Ich kann, muss aber nicht, diese sanfte Führung annehmen.

Wer kennt nicht das Gefühl von Einsamkeit dann und wann? Auch fühlen wir uns manchmal von der Welt und auch Menschen im Stich gelassen. Da ist es doch tröstlich zu wissen: Du bist nie allein! Dein Schutzengel wartet nur darauf, von dir bemerkt und angesprochen zu werden. Wie bei allem im Leben liegt es an dir und deinen Entscheidungen.

Zwischen den Leben, wenn die Seele durch den Tod den Körper verlassen hat, vollzieht sich bis zur nächsten Verkörperung für sie ein sehr wichtiger Abschnitt. Zunächst einmal ist Erholung für sie angesagt nach den irdischen Strapazen des vergangenen Lebens. Sie erfährt in harmonischer herrlicher Umgebung Heilung durch liebevolle Zuwendung von himmlischen Wesen, die darauf spezialisiert sind, jegliche Art von negativen vielleicht sogar traumatischen Erfahrungen zu lindern und aufzulösen. Dann ist die Seele frei in ihren Entscheidungen, welche Bereiche der lichten großartigen Welt sie aufsuchen möchte. Da sind Treffen mit den Ahnen möglich, ein Austausch über gemachte Erlebnisse mit Engelwesen oder der Besuch anderer Sphären. Kurz erwähnen möchte ich, dass die Möglichkeiten auch von dem Entwicklungsstand der Seele abhängig sind.

Schließlich geht es darum, die Bedingungen für ein nächstes Leben vorzubereiten. Gemäß den universellen Gesetzen muss Karma ausgeglichen werden, d.h. das zukünftige Leben wird der Seele Lernerfahrungen geben müssen, die den von ihr geschaffenen karmischen Verstrickungen entsprechen.

Worum es in diesem Leben geht

Wir alle tragen ‚das Band des Vergessens‘, d.h. wir haben sprichwörtlich vergessen, wer wir in Wahrheit sind, woher wir kommen, sowie alle Erinnerungen an vorherige Leben. Ich sehe dieses Vergessen inzwischen als Gnade an, denn hätten wir dieses ‚Band des Vergessens‘ nicht, wäre für uns dieses Leben nicht zu ertragen, wir wären von unendlicher Sehnsucht erfüllt, in die Herrlichkeit zurückzukehren, aus der wir gekommen sind. Wir haben hier eine Aufgabe zu erfüllen, sonst wären wir nicht hier und wir haben unseren Lebensbedingungen und den Lernsituationen vorgeburtlich zugestimmt.

Es ist unsere eigentliche Aufgabe im Leben, sich daran zu erinnern, dass wir reines, göttliches Licht sind.

In unserem Zellgedächtnis haben wir alles gespeichert, was wir jemals waren, was wir getan haben und wo wir waren. Wir alle sind jetzt hier, diese einmalige Gelegenheit, die sich jetzt bietet, zu nutzen und unseren Aufstieg zu meistern.

Wir können mit Mutter Erde und dem gesamten Universum aufstiegen. Das bedeutet konkret, wir können aus dem Rad der Wiedergeburten aussteigen, uns von dem Gesetz von Ursache und Wirkung befreien, und in den Zustand zurückkehren, den die Menschen das Paradies nennen.